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Kaprun & Umgebung

12.08. - 15.08.2011

 

Eigentlich war in diesem Jahr gar kein weiterer Urlaub geplant, aber da wir unbedingt noch das Parkett in unserem neu erworbenen Eigenheim schleifen und lackieren lassen wollten und wir dieses dann ein paar Tage nicht betreten hätten dürfen, entschlossen wir uns spontan für die "Flucht in die Berge". Meine Schwiegereltern wollten sich anschließen und so hatten wir kurzfristig einen kleinen, aber feinen Familienurlaub geplant und gebucht, juhuu! :-)



Stausee Mooserboden bei Kaprun im August 2011



:: Kaprun + Maiskogel ::

Nachdem wir schon deutlich füher als vereinbart von den bestellten Handwerkern wach geklingelt wurden, haben wir etwas hektisch unsere sieben Sachen zusammen gepackt und sind dann in einem Café in der Nähe zum Frühstücken gefahren. Die Fahrt nach Österreich verlief ruhig und zum Glück ohne Staus, zog sich aber etwas in die Länge, da wir ab Traunstein nur noch Landstraße fahren konnten. Am Ortseingang von Kaprun, wo wir die nächsten Tage verbringen wollten, haben wir uns in einem Supermarkt mit Snacks und Getränken eingedeckt und haben dann unsere Unterkunft gesucht, die sich ziemlich oberhalb des Ortes "versteckt" hielt. Ich hatte uns für drei Nächte jeweils ein Doppelzimmer in der Pension & Biobauernhof Oberlehenhof gebucht, denn dieser versprach auf seiner Internetseite auch ein reichhaltiges Angebot für Kinder wie z.B. diverse Kleintiere zum Füttern und Streicheln, einen kleinen Spielplatz mit Trampolin und und und. Wir wurden sehr nett von der Eigentümerin begrüßt und nachdem wir kurz unsere Zimmer inspiziert (sehr gemütlich und mit schönem Blick vom Balkon in die Berge) und uns in Sommerklamotten geschmissen haben (puh, war das heiß heute) sind wir runter in den Ort spaziert.

Eigentlich wollte ich sehr gerne mit dem "Maisiflitzer" fahren, einer Ganzjahresrodelbahn, doch durften Kinder hier erst ab 3 Jahren mitfahren und ohne Nina wollte ich nicht. Na ja, im achten Schwangerschaftsmonat wäre das ganze vermutlich eh keine all zu gute Idee gewesen, aber gereizt hätte es mich dennoch! ;-)


Statt dessen haben wir spontan umdisponiert und Christian zurück zum Bauernhof geschickt, um das Auto zu holen. Mit diesem sind wir dann zur Maiskogelbahn gefahren, die sich etwa 6 Kilometer außerhalb des Ortszentrums befand, und mit der Seilbahn zur oben befindlichen Alm gefahren, die einen kleinen Streichelzoo mit Pony und Esel bot. Leider mussten wir bereits nach einer halben Stunde wieder nach unten fahren, da es bereits später Nachmittag war und wir nicht mit der allerletzten, bestimmt voll besetzten, Gondel runter fahren.

Zum Abendessen wollten wir das Angebot der Pension Guggenbichl nutzen, die mit einem All-you-can-eat-Grillabend warb, sich aber leider seeeehr weit oben auf dem Berg befand. Na ja, so hatten wir zumindest eine sehr schöne Aussicht von der Terrasse und uns außerdem das Abendessen redlich verdient und vor allem Christian und ich haben auch ordentlich zugeschlagen! ;-)

  Blick vom Maiskogel auf Zell am See



:: Hochgebirgsstauseen ::

Nachdem es gestern richtig sommerlich warm war, wurden wir heute Morgen leider von Nebel und Regen begrüßt. Nach einem leckeren Frühstück sind wir dann erstmal raus, um nach den Babykatzen zu schauen, von denen uns die Eigentümerin der Pension erzählt hatte. Wie zu erwarten, war es nicht all zu einfach, Nina hier wieder weg zu bekommen! ;-)

Da es nach wie vor noch immer etwas regnerisch war, entschieden wir uns zu einem Ausflug zu den Hochgebirgsstauseen, da ich dachte, dass man diese gemütlich vom Auto aus besichtigen könnte (denn leider hatte von uns nur Nina eine richtige Regenausrüstung dabei, ups). Tatsächlich mussten wir den Wagen am Kesselfall-Alpenhaus abstellen und wurden von dort per Shuttlebus zur Talstation des Lärchwand-Schrägaufzugs gebracht, der uns anschließend von 1.209 m auf 1.640 m Höhe brachte. Von der Bergstation, die sich nahe der Limberg-Sperre, der Staumauer des unteren Speichersees, befindet, ging es mit einem weiteren Bus bis zum sog. Mooserboden-Speicher in 2.040 m Höhe. Die gesamte Fahrzeit inkl. Umsteigen betrug etwa eine Dreiviertelstunde, gestaltete sich aber aufgrund der immer wieder wunderschönen Aussichten als sehr kurzweilig.


Oberer Speichersee

 

Normalerweise hätten uns Berg- und Talfahrt übrigens 18 Euro pro Person gekostet, da wir aber jeder eine Zell-am-See-Kaprun-Karte hatten, die wir kostenlos von unseren Gastgebern erhalten hatten, mussten wir hier - und bei vielen anderen Sehenswürdigkeiten der Umgebung - nichts bezahlen!

Oben angekommen, brachte ich meinen Fotoapparat zum Glühen, denn die beiden Stauseen sowie die 107 m fast senkrecht in die Höhe ragende Staumauer Mooser-Sperre bot zahlreiche schöne Motive. Auch für Kinder war hier einiges geboten, so z.B. ein Kinderwanderpfad (ca. 1 km) am Stausee mit sechs Erlebnisstationen, die spielerisch mehr über Natur und Technik erfahren lassen.

Eine sehr gute Idee fand ich auch den Fotopoint mit Blick auf den unteren Stausee, den wir natürlich gleich nutzen mussten. Man konnte sich hier per Knopfdruck und Selbstauslöser fotografieren lassen, unser entstandes Bild könnt ihr euch hier anschauen! :-)


Weiter ging es über die fast 500 m lange Staumauer (im Rahmen einer Staumauerführung, an der wir aber nicht teilgenommen haben, kann man sich diese auch von Innen ansehen) zur "Erlebniswelt Strom & Eis", wo man in die faszinierende Welt des ewigen Eis eintauchen und das Zusammenspiel von Gletscher, Kraftwerksbau und Stromerzeugung hautnah erleben kann.


Hier haben wir dann auch eine kleine Stärkung zu uns genommen und während ich es mir später auf einer der Bänke draußen auf der Terrasse bequem gemacht habe, sind die anderen vier auf einen Aussichtsberg gleich nebenan geklettert (auch wenn mein Babybauch bisher gut mitgemacht hat, habe ich mir den steilen Aufstieg über teilweise porösen Untergrund dann doch eher nicht zugetraut).

Nach etwa einer Stunde waren wir wieder vereint und beschlossen, langsam die Fahrt nach unten anzutreten, denn Nina war mittlerweile sehr, sehr müde und schlief dann noch vor Betreten des Busses auf Christians Schultern (!) ein. Von der Fahrt nach unten hat sie nichts mitbekommen und auch im Auto hat sie selig weiter geschlafen. Erst etwa eine Stunde nach Ankunft auf dem Bauernhof hab ich sie dann langsam in ihrem Kindersitz wecken können, aber kein Wunder nach diesem aufregenden und auch anstrengenden Vormittag! ;-)

  Staumauer Mooser-Sperre

Die nächste Stunde haben wir auf dem Spielplatz des Bauernhofs verbracht, wo Nina ausgiebig das Trampolin genutzt hat. Ich glaube, sowas müssen wir uns zu Hause auch zulegen, dann klappt es abends mit dem Schlafen sicher besser, wenn sie sich dort vorher so richtig austoben kann! ;-) Gegen 17 Uhr ist uns der Sohn der Gastgeberfamilie über den Weg gelaufen und hat uns mit in den Stall genommen, wo gerade die Kühe zum Melken zusammengetrieben wurden. Kurzerhand fanden Christian, Nina und ich uns mitten im Geschehen und durften sogar beim Melken helfen. Christian hat die Tiere in das Gehege gelassen, ich durfte die Zitzen der Kühe säubern, bevor sie an die Melkmaschine angeschlossen worden sind. Für mich als totales Stadtkind ein beeindruckendes und sehr schönes Schauspiel. Bereits nach einer Stunde waren rund 20 Kühe gemolken und wir sind zurück ins Zimmer, wo wir Oma und Opa, die uns schon gesucht hatten, ganz aufgeregt von unserem Erlebnis berichtet haben.

Zum Abendessen sind wir heute bei Hilberger's Beisl in der Innenstadt von Kaprun eingekehrt, da ich hier gestern beim Spazierengehen ein Aushängeschild gelesen hatte, auf dem diverse Gerichte mit Pilzen angepriesen wurden. Insgesamt war das Essen nicht schlecht, aber für den Preis - ich glaube, das Restaurant war eher "schick" - nicht all zu dolle. Noch dazu mussten wir ewig warten und zum Essen bestellte Nebenspeisen wurden teilweise erst gebracht, als wir bereits so gut wie fertig waren. Na ja, hinterher ist man immer schlauer, immerhin waren wir satt und gingen nach einem schönen Tag zufrieden in unsere Unterkunft zurück.




:: Erlebniswanderweg auf der Schmitten + Spaziergang und Bootsfahrt in Zell am See ::

Juhuu, der Sommer ist wieder da! Bei strahlendem Sonnenschein und sehr angenehmen Temperaturen kamen wir gegen 10 Uhr an der Areitbahn I bei Zell am See an und fuhren hoch auf die Schmitten (ja, es heißt wirklich auf DIE Schmitten).


"Feuerrad" auf dem Erlebnisweg auf der Schmitten

 

Nur einen Tag vor Abreise nach Österreich hatte ich im Internet etwas über den Erlebniswanderwag "Schmidolins Feuertaufe - Auf der Spur des Drachens" gelesen und wollte hier, nicht nur wegen Nina, unbedingt hin. An der Talstation konnten wir uns gratis eine Rückentrage für Kleinkinder ausleihen und waren gespannt, ob es Nina darin gefallen würde - und tatsächlich, sie hat es sich sofort gemütlich gemacht und war kaum mehr herauszulocken.

Der Rundweg startet direkt bei der Bergstation, entlang dessen man Schmidolin bei seiner Feuertaufe begleiten und mit ihm verschiedene Mutproben bestehen kann. Die Strecke besteht jetzt aus 11 Abenteuer-Stationen, wie etwa der Feuerbrücke, der Drachenrutsche oder dem Drachenturm, die in beliebiger Reihenfolge absolviert werden können. Zwischendurch gibt es zwei Fotopoints, Raststationen und Spielstationen. Wir hatten jedenfalls alle unseren Spaß - von unserer 2jährigen Tochter bis hin zu Oma und Opa! :-)

Nachdem alle Stationen bewältigt waren, hat Nina sich noch mehr als eine Stunde in dem anschließenden Kletterpark ausgetobt, während ich es mir auf einer Almwiese gemütlich gemacht und an meiner Sonnenbräune "gearbeitet" habe! ;-)


Gegen 14 Uhr haben wir uns auf den Weg nach Zell am See gemacht, wo wir eine Schifffahrt unternehmen wollten. Aber kaum hatten wir im Auto den Motor gestartet, schlief Nina auch schon ein und wachte auch nicht auf, als wir sie - im Ort angekommen - in den Kinderwagen gelegt haben. So beschlossen wir, erstmal gemütlich ein Eis auf dem Stadtplatz gleich neben der Pfarrkirche zu essen und sind dann später mit einem ausgeruhten Kind zum Bootsanleger spaziert.

Um 17 Uhr stiegen wir auf das Boot "Schmitten" und genossen ca. 45 Minuten lang eine Panorama-Rundfahrt über den See mit wunderbaren Aussichten auf die umliegende Bergwelt. Hier haben Christian und ich auch beschlossen, ab sofort unseren Sommerurlaub in den Bergen zu verbringen! :-)

  Ausflugsboot auf dem Zeller See

Zum Abendessen sind wir wieder nach Kaprun gefahren, wo wir uns ganz spontan im Vorbeifahren für das Restaurant "Dorfkrug" entschieden haben. Eine gute Wahl, denn das Essen war sehr lecker und man hat hier sehr gemütlich sitzen können.




:: Salzburg ::

Das eigentlich für heute geplante Programm mussten wir nach einem Blick nach draußen - grau in grau und dicke Regentropfen - leider abblasen. Ursprünglich wollten wir nach dem Frühstück auf's Kitzsteinhorn (Gletscher) hochfahren und dann später eine Wanderung in den Saalachtaler Naturgewalten (Vorderkaser- und Seisenbergklamm) unternehmen, aber das machte bei dem Wetter nicht wirklich Sinn. So sind wir statt dessen in Richtung Heimat aufgebrochen und haben unterwegs spontan entschieden, noch nach Salzburg zu fahren und uns dort die Festung Hohensalzburg anzuschauen.


Salzburg

 

Leider erwartete uns auch hier leichter Nieselregen, aber da nach Rücksprache mit Freunden zu Hause auch das Wetter in München nicht besser war, ließen wir uns davon nicht abhalten. Nachdem wir nach einigem Gekurve einen Parkplatz am Fuße der Festung gefunden hatten, machten wir uns sogleich an den Aufstieg. Endlich oben angekommen, mussten wir leider enttäuscht feststellen, dass man die Eintrittstickets nicht mit EC- oder Kreditkarte zahlen konnte. Da unser Bargeld nicht mehr ausreichend war, sind wir daher in die Altstadt gelaufen, um uns mit Geld zu versorgen.

Eine kurze Pause haben wir im Dom eingelegt, bevor es entlang der Goldgasse und über den Alten Markt wieder zurück in Richtung Festungsanlage ging. Da inzwischen außer mir niemand mehr Lust auf eine Besichtigung hatte, sind wir - unterbrochen von einer kurzen Besichtigung des Benediktinerinnenklosters "Stift Nonnberg", dem ältesten christlichen Frauenkloster mit ununterbrochener Tradition, zurück zum Auto gelaufen.


Um ca. 16:30 Uhr waren wir wieder auf dem Weg nach Hause ...




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 © 2011 by Heike Eckardt